Zeitwert Auto


Was ist überhaupt der Zeitwert eines Autos?

Generell beschreibt der Zeitwert den Wert eines Fahrzeuges zum Zeitpunkt der Wertermittlung. Üblicherweise sinkt der Zeitwert gerade bei PKWs bereits nach wenigen Jahren im Vergleich zum eigentlichen Kaufpreis drastisch ab sodass bei einem Verkauf leidglich ein geringerer Preis erzielt werden kann. Genau diesen Betrag den der Käufer zahlt bezeichnet man als Zeitwert, wobei hier selbst bei identischen Fahrzeugen erhebliche Preisschwankungen auftreten können, doch dazu später mehr.



Welche Faktoren beeinflussen den Zeitwert?



Ein Auto stellt im Regelfall einen Gebrauchsgegenstand dar. Somit bleibt nicht aus, dass es zum Verschleiß von Teilen kommt oder gar ein Schaden auftritt. Genau diese Faktoren müssen bei der Berechnung des Zeitwerts berücksichtigt werden, ebenso die allgemeine Pflege des Fahrzeuges. Ein neueres, jedoch ungepflegtes Unfallfahrzeug wird daher immer einen niedrigeren Zeitwert als etwa ein etwas älteres Modell im Topzustand aufrufen.

Da nicht jedes Fahrzeug auf dem Markt ein Unfallfahrzeug ist gilt der Kilometerstand normalerweise als wichtigster Berechnungsfaktor. Liegt eine hohe Anzahl von Kilometern vor wird das Auto selbst bei ordnungs- und turnusgemäßer Wartung und Inspektion weniger Wert sein als mit weniger Kilometer. Auch wenn sämtliche Teile ausgetauscht wurden, die Lebensdauer eines reinen Motors kann man beispielsweise dadurch bedingt verlängern.


Zeitwert = Wiederbeschaffungswert?


Wer bereits einen Unfall mit einem erheblichen materiellem Schaden am Fahrzeug hatte dürfte bereits mit einem der beiden aufgeworfenen Begriffe Erfahrung gemacht hat, dennoch sollte man beide nicht durcheinander bringen. Der Zeitwert entsprich, wie bereits erwähnt, dem Wert den das Fahrzeug zum ermittelten Zeitpunkt auf dem Markt erzielen kann, da dieser bei einem Unfall allerdings stets geringer als bei einem nicht verunfallten Fahrzeug ausfällt kommt der Wiederbeschaffungswert zum Tragen. Hier wird der Wert des Fahrzeuges vor dem Unfall ermittelt und somit erhält der verunfallte Halter die Möglichkeit ein vergleichbares Fahrzeug zu erwerben. Es gilt allerdings zu beachten, dass der Wiederbeschaffungswert im Regelfall ca. 20 – 25% höher ausfällt als der Zeitwert da der Zeitwert ohne Steuern und Händlermargen berechnet wird. Der Grundpreis liegt allerdings bei beiden Werten auf einem ähnlichen Niveau.


Kann man den Zeitwert selbst ermitteln?


Grundsätzlich ja. Hierzu bedient man sich der sogenannten Schwackeliste welche detailgenau alle gängigen Modelle der Hersteller je nach Konfiguration auflistet. Da man als Privatperson jedoch eher Schwierigkeiten haben dürfte einen Einblick in eine aktuelle Schwackeliste zu erhalten bzw. dies relativ teuer ist kann man sich unter anderem im Internet bei den Rechner von abracar.de und/oder mobile.de eine genaue Übersicht des Wertes des eigenen Autos verschaffen. Beide Rechner werden im Folgenden noch näher vorgestellt.


Geht’s auch anders?


Eher nicht da die Onlinetools eine detaillierte Befragung durchführen und man somit ein genaues Bild über den aktuellen Zeitwert erhält. Allerdings kann man, wenn lediglich eine grobe Einschätzung des Zeitwerts gewünscht ist, eine relativ simple Faustformel anwenden:

Ein PKW verliert circa 1/3 seines Wertes im ersten Jahr, in den folgenden Jahren kann man einen Wertverlust von 5 – 6 % pro Jahr des jeweils geltenden Zeitwertes berücksichtigen.

Ein Beispiel: ein Neuwagen kostet 30.000,00 Euro bei Erstanschaffung. Nach einem Jahr sinkt der Wert um etwa 33%, in den Folgejahren um jeweils 6% sodass nach dem fünften Jahr der Wagen gemäß Faustformel nur noch einen Zeitwert von knapp 16.600,00 Euro aufweist und somit einen Wertverlust von grob 13.500,00 Euro aufweist.

Dieser Wert kann selbstverständlich variieren da etwa höherpreisige Sicherheitsmerkmale oder Sonderausstattungen hier nicht berücksichtigt werden.


Onlinebewertung renommierter Anbieter


Um allerdings einen genaueren Wert zu ermitteln benötigt es jedoch mehr als reine Schätzangaben. Im Folgenden werden zwei Bewertungstools kurz vorgestellt.

Abracar.de


Auf dem Onlineportal Abracar.de, welches von dem Versicherungsweltkonzern ins Leben gerufen wurde, können Interessenten sowohl Fahrzeuge kaufen als auch verkaufen. Um den Verkäufern einen möglich genauen Preis des eigenen Fahrzeuges darzustellen gibt es auf der Homepage einen Bewertungsrechner.

Wer bereits einmal ein Auto über ein Onlineportal gesucht hat wird keine Probleme mit der Nutzung haben.

Neben der Fahrzeugmarke und den genauen Modelleigenschaften, werden lediglich die Erstzulassung, der Kilometerstand sowie Angaben zu etwaigen Sonderausstattungen abgefragt. Zu guter Letzt kann der Verkäufer noch einen Wunschpreis angeben sowie eine persönliche Schmerzensgrenze sowie seine E-Mailadresse eingeben und schon erhält man den Wert den Abracar für das eingetragene Fahrzeug ermittelt hat.


Vor- und Nachteile


Der Vorteil ist, neben der einfachen Handhabung, die Möglichkeit sein Fahrzeug direkt über Abracar zu verkaufen. Das erspart durchaus viel Zeit und Nerven.

Als Nachteil kann man lediglich aufführen, dass Abracar nur Fahrzeuge listet die weniger als 200.000 Kilometer gefahren wurden, nicht älter als 15 Jahre sind sowie gültigen TÜV aufweisen und unfallfrei sind.


Mobile.de


Auch das bekannte Onlineportal für den An- und Verkauf von Fahrzeugen verschiedener Arten Mobile.de bietet die Möglichkeit einer schnellen Fahrzeugbewertung. Der größte Unterschied dürfte das eigentliche Verkaufen betreffen; während bei Abracar.de dies von den Anbietern vorgenommen wird sieht sich Mobile.de nur als Plattform für den eigentlichen Verkauf. Dies bedeutet, dass das Inserieren und auch die Kaufabwicklung direkt zwischen Käufer und Verkäufer erfolgt.

Ähnlich wie bei Abracar.de werden zuerst einige Basisdaten zum Fahrzeug des Fahrzeugs in den Bewertungsrechner eingetragen. Nach der Eintragung muss man ebenfalls seine E-Mailadresse eingeben und nach erfolgreicher Bestätigung erhäkt man einen Preisvorschöag welchen Mobile.de aus den Angeboten der eigenen Seite zusammenstellt.


Vor- und Nachteile


Auch bei Mobile.de ist die Eingabe einfach und unkompliziert. Wenn man einen Haken sucht dürfte dieser lediglich bei der Voraussetzung zur Registrierung zu finden sein. Wobei dieser Punkt im Prinzip absolut keinen Nachteil darstellt da man bei einem Preisvorschlag im gewünschten Rahmen direkt sein Inserat aufgeben kann.


Gutachterbewertung als genaueste Variante


Auch wenn die Onlinebewertung schnell und unkompliziert ablaufen so sind die aufgerufenen Werte der Fahrzeuge doch lediglich nur aufgrund von Vergleichen verschiedener ähnlicher Fahrzeuge bewertbar.

Um einen möglichst genauen Wert des Fahrzeuges zu erhalten lohnt sich unter Umständen die Beauftragung eines Gutachters. Dieser wird das Fahrzeug nicht nur anhand von reinen übermittelten Daten bewerten, vielmehr findet eine genaue detaillierte Sichtgutachtung statt, ähnlich wie etwa bei der TÜV Prüfung. Anhand dieser Prüfung kann eine präzise Analyse des Zustandes des Autos erfolgen und ein realistischer Wert ermittelt werden.

Gerade im Hinblick auf nicht unfallfreie Autos sollten die Kosten, die natürlich generell negativ im Vergleich mit den kostenfreien Onlinerechnern auffallen, zumindest in die Überlegungen des Verkäufers mit einbezogen werden.

KFZ-Gutachter lassen sich für die eigene Stadt und Region schnell ausfindig machen und bieten dem Verkäufer als auch dem Käufer ein hohes Maß an Sicherheit da hierdurch zum einen ein realistischer Wert ermittelt werden kann und zum anderen der Käufer dank des Gutachtens ein genaues Bild des zu kaufenden Fahrzeuges erhält.


Top 10 wertstabilsten Autos


Für Kunden von Neuwagen kann es durchaus interessant sein bereits vor dem Kauf zu wissen ob und wieviel das neue Fahrzrug eventuell an Wert innerhalb der nächste Jahre verliert. Die folgende Auflistung kann hierbei eventuell helfen, aufgrund der Vielzahl von Fahrzeugklassen umfasst die Aufstellung hierbei nur jeweils einen Vertreter pro jeweiliger Klasse: